NVL Asthma, 4. Auflage – Kurzfassung

10 Asthma mit Arbeitsplatzbezug

Empfehlungen/Statements

Empfehlungsgrad

10-1 [Hintergrund und Evidenz]

Bei Verdacht auf ein Asthma mit Arbeitsplatzbezug soll eine Arbeitsanamnese erhoben werden (siehe Dokumentationsbogen arbeitsplatzbezogene Anamnese).

Starke Empfehlung

10-2 [Hintergrund und Evidenz]

Bei positiver Arbeitsanamnese soll zur weiteren Abklärung eine Überweisung zum Arbeitsmediziner oder Pneumologen erfolgen.

Starke Empfehlung

 Tabelle  Tabelle 14: Weitergehende Diagnostik des Asthma mit Arbeitsplatzbezug

 [Hintergrund und Evidenz]

Möglichkeiten der weitergehenden Diagnostik des Asthmas mit Arbeitsplatzbezug

Zwei unspezifische Provokationstests mit gleicher Methodik zum Vergleich der Ausprägung der bronchialen Überempfindlichkeit:

  • nach mindestens 2 Wochen relevanter Exposition möglichst am Ende einer Arbeitswoche
  • nach mindestens 2 Wochen ohne relevante Exposition

Serielle Lungenfunktionsmessungen mindestens viermal täglich über mindestens 4 Wochen mit Führen eines Tagebuchs:

  • 2 Wochen mit Arbeitsexposition
  • 2 Wochen ohne Arbeitsexposition

Spezifischer Provokationstest unter Laborbedingungen

Empfehlungen/Statements

Empfehlungsgrad

10-3 [Hintergrund und Evidenz]

Bei Jugendlichen mit Asthma soll die anstehende Berufswahl thematisiert werden.

Starke Empfehlung

10-4 [Hintergrund und Evidenz]

Vor einer Empfehlung zur Aufgabe der Berufstätigkeit bzw. zum Berufswechsel soll eine ausreichende Sicherung der Diagnose durch einen Spezialisten (Pneumologen, Arbeitsmediziner) inklusive Befunddokumentation mit und ohne Arbeitsplatzexposition erfolgen.

Starke Empfehlung

NVL Asthma, 4. Auflage, 2020. Version 1 – Kurzfassung
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