NVL Asthma, 4. Auflage – Kurzfassung

6 Nicht-medikamentöse Therapie

Selbsthilfemaßnahmen

Empfehlungen/Statements

Empfehlungsgrad

6-1 [Hintergrund und Evidenz]

Die medikamentöse Therapie des Asthmas soll regelmäßig durch nicht-medikamentöse Therapiemaßnahmen ergänzt werden.

6-2 [Hintergrund und Evidenz]

Selbsthilfetechniken bei Atemnot sollen allen Patienten mit Asthma im Rahmen von Schulungen, Lungensport, physiotherapeutischen oder rehabilitativen Interventionen vermittelt werden.

Schulung

Empfehlungen/Statements

Empfehlungsgrad

6-3 [Hintergrund und Evidenz]

Jedem Patienten mit Asthma und der Indikation zu einer medikamentösen Langzeittherapie (bei Kindern und Jugendlichen auch deren Familien) soll ein strukturiertes, verhaltensbezogenes Schulungsprogramm empfohlen und der Zugang dazu ermöglicht werden.

6-4 [Hintergrund und Evidenz]

Nachschulungen sollen bei Bedarf angeboten werden.

6-5 [Hintergrund und Evidenz]

Die Instruktion in die korrekte Arzneimittelanwendung und Inhalationstechnik ersetzt nicht das strukturierte, verhaltensbezogene Schulungsprogramm.

Statement

6-6 [Hintergrund und Evidenz]

Jedem Patienten soll ein individueller, strukturierter Asthma-Aktionsplan bzw. Selbstmanagementplan zur Verfügung gestellt werden.

Körperliches Training

Empfehlungen/Statements

Empfehlungsgrad

6-7 [Hintergrund und Evidenz]

Der behandelnde Arzt soll Patienten mit Asthma regelmäßig zu geeigneten Maßnahmen des körperlichen Trainings motivieren, um die Belastbarkeit und Lebensqualität zu verbessern und die Morbidität zu verringern.

Atemphysiotherapie

Empfehlungen/Statements

Empfehlungsgrad

6-8 [Hintergrund und Evidenz]

Patienten aller Altersgruppen soll bei der Koinzidenz von Asthma und dysfunktionaler Atmung, inklusive Vocal Cord Dysfunction (VCD), Atemphysiotherapie angeboten werden.

6-9 [Hintergrund und Evidenz]

Atemphysiotherapie sollte Patienten mit Asthma und zusätzlichem Behandlungsbedarf, z. B. bei Dyskrinie oder bei durch Atemnot bedingter Angst angeboten werden.

Tabakentwöhnung

Empfehlungen/Statements

Empfehlungsgrad

6-10 [Hintergrund und Evidenz]

Allen rauchenden Patienten mit Asthma soll zur Tabakabstinenz geraten werden.

6-11 [Hintergrund und Evidenz]

Ausstiegsbereite rauchende Patienten sollen ärztlicherseits bezüglich der Tabakentwöhnung beraten werden und es sollen nicht-medikamentöse und medikamentöse Hilfen angeboten werden.

6-12 [Hintergrund und Evidenz]

Patienten mit Asthma soll eine rauchfreie Umgebung ermöglicht werden.

Psychosoziale Aspekte

Empfehlungen/Statements

Empfehlungsgrad

6-13 [Hintergrund und Evidenz]

Die psychische Situation und das soziale Umfeld der Patienten – bei Kindern und Jugendlichen insbesondere das familiäre Umfeld – sollen in die Therapie und in die Verlaufsbeurteilung einbezogen werden.

Kontrolle des Körpergewichtes

Empfehlungen/Statements

Empfehlungsgrad

6-14 [Hintergrund und Evidenz]

Patienten mit Asthma und Adipositas soll eine Gewichtsreduktion empfohlen werden.

Verminderung der Allergenexposition

Empfehlungen/Statements

Empfehlungsgrad

6-15 [Hintergrund und Evidenz]

Allergenkarenz soll – soweit möglich – eine der Grundlagen der Behandlung des allergischen Asthmas sein.

6-16 [Hintergrund und Evidenz]

Bei Patienten mit Asthma und nachgewiesener Tierallergie mit spezifischer Sensibilisierung und Symptomen bei Allergenexposition soll eine vollständige Vermeidung des direkten und indirekten Tierkontaktes angestrebt werden.

Regulierung des Innenraumklimas

Empfehlungen/Statements

Empfehlungsgrad

6-17 [Hintergrund und Evidenz]

Ein feuchtes Innenraumklima und Schimmelbefall sollen beseitigt werden.

Verminderung der Luftschadstoffexposition

Empfehlungen/Statements

Empfehlungsgrad

6-18 [Hintergrund und Evidenz]

Bestimmte Luftschadstoffe (z. B. Tabakrauch, Feinstaub, Stickstoffdioxid und Ozon) stellen insbesondere bei Patienten mit Asthma gesundheitliche Risiken dar.

Statement

NVL Asthma, 4. Auflage, 2020. Version 1 – Kurzfassung
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zuletzt verändert: 27.05.2021 | 11:43 Uhr