7 Forschungsbedarf

NVL Prävention und Therapie von Netzhautkomplikationen bei Diabetes

2. Auflage, 2015. Version 2 – Druckversion (PDF ) | Kapitelübersicht | weitere Informationen

Die Leitliniengruppe sieht bei einigen Fragestellungen der Prävention von Netzhautkomplikationen sowie der Versorgung betroffener Menschen Forschungsbedarf. Soweit es sich hierbei um den Bereich der Grundlagenwissenschaft sowie der translationalen, therapieorientierten Ansätze handelt, ist dies durch die jeweiligen wissenschaftlichen Fachgesellschaften zu definieren und nicht Gegenstand dieser Empfehlung. Bei der Aktualisierung der NVL wurden folgende versorgungsrelevante Themen identifiziert:

  • Epidemiologie von Netzhautkomplikationen einschließlich der Faktoren der Entstehung und des Verlaufs von diabetogenen Augenschäden in Deutschland und die daraus resultierenden Anforderungen an das Gesundheitssystem;
  • Effektivität von Patienteninformations- und -schulungsmaßnahmen, Auswirkung auf Entdeckung und Verlauf von Augenerkrankungen bei Menschen mit Diabetes;
  • Implementierung der NVL-Empfehlungen und der NVL-Dokumentationsbögen (Umsetzungskompetenz), Transferqualität/Kommunikation zwischen den an der Versorgung der Menschen mit Diabetes beteiligten Fachgruppen;
  • Evaluation der NVL-Empfehlungen zu den Kontrollintervallen zur Früherkennung in Bezug auf die Versorgungsströme in den einzelnen Untersuchungsintervallen und in Abhängigkeit von der Risikokonstellation;
  • Bestimmung von positiven und negativen Auswirkungen der neuen NVL-Empfehlungen zu den Kontrollintervallen zur Früherkennung insbesondere im Hinblick auf patientenrelevante Endpunkte (Visus, Erblindung) – ausgedrückt in NNS, NNT und NNH;
  • Frequenz der augenärztlichen Untersuchungen in Abhängigkeit von unterschiedlichen Risikokonstellationen von Menschen mit Diabetes im Hinblick auf insbesondere patientenrelevante Endpunkte (Visus, Erblindung);
  • Versorgungsabläufe und Adhärenz beim Vorliegen einer diabetischen Retinopathie und Makulopathie;
  • Langzeitverläufe von Menschen mit Diabetes zur Bestimmung von NNS, NNT und NNH des augenärztlichen Screenings anhand patientenrelevanter Endpunkte (Visus, Erblindung).

zurück nach oben


Zurück zu Kapitel 6 | Weiter zur Methodik

zuletzt verändert: 15.06.2017 12:35