Herzinsuffizienz-Leitlinie: Kurzfassung erschienen

Die Kurzfassung der Nationalen VersorgungsLeitlinie (NVL) Chronische Herzinsuffizienz ist erschienen. Sie kann über die Internetseiten des Ärztlichen Zentrums für Qualität in der Medizin (ÄZQ) kostenlos abgerufen werden.

Im August 2017 ist die aktualisierte NVL Chronische Herzinsuffizienz veröffentlicht worden. Nun steht auch die Kurzfassung der Leitlinie zur Verfügung. Sie bietet einen schnellen Überblick über die Empfehlungen und Algorithmen zur Therapie und zur Versorgungskoordination bei Herzinsuffizienz. Sie ergänzt das umfangreiche Angebot an Formaten für Fachkreise und Patienten, das helfen soll, die Inhalte der Leitlinie bestmöglich in die Praxis zu übertragen:

Hintergrund

Chronische Herzinsuffizienz ist eine der wichtigsten Volkskrankheiten in Deutschland, der häufigste Grund für Klinikeinweisungen und eine der häufigsten Todesursachen. Die NVL will dazu beitragen, die Versorgung von Patienten mit chronischer Herzinsuffizienz zu verbessern. Hierzu gehören verlässliche Definitionen des Notwendigen und Angemessenen in Diagnostik und Therapie. Aber auch die Koordination aller an der Versorgung beteiligten Berufsgruppen wie Ärzten, Apothekern und Pflegenden ist entscheidend, da insbesondere Patienten mit Herzinsuffizienz oft schon älter sind und an mehreren Begleiterkrankungen leiden.

An der Erstellung der 2. Auflage der NVL Chronische Herzinsuffizienz waren Vertreter von 17 Fachgesellschaften und Organisationen beteiligt. Zwischen Oktober 2015 und August 2017 wurden die Kapitel "Medikamentöse Therapie", "Invasive Therapie" sowie "Versorgungskoordination" komplett überarbeitet. Im Fokus standen dabei unter anderem das neue Medikament Sacubitril/Valsartan, die Implantation von Schrittmachern und Defibrillatoren sowie strukturierte Versorgungsprogramme. Um die behandelnden Ärzte in der Beratung der Patienten zu unterstützen, enthält die NVL zusätzlich Patientenmaterialien für spezifische Entscheidungs- oder Informationssituationen.

Das Programm für Nationale VersorgungsLeitlinien

Die Entwicklung der Nationalen VersorgungsLeitlinie (NVL) erfolgt nach den Prinzipien der evidenzbasierten Medizin. NVL werden in redaktioneller Unabhängigkeit erstellt und weder durch die pharmazeutische noch durch die medizintechnische Industrie beeinflusst.

Das Programm für Nationale VersorgungsLeitlinien steht unter der Trägerschaft von Bundesärztekammer, Kassenärztlicher Bundesvereinigung und der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften. Die Durchführung und Koordination obliegt dem Ärztlichen Zentrum für Qualität in der Medizin.

zuletzt verändert: 10.10.2017 14:40