Leitlinie Unipolare Depression: Kurzfassung erschienen

Die Kurzfassung der kombinierten S3-Leitlinie/Nationalen VersorgungsLeitlinie (NVL) Unipolare Depression ist erschienen. Sie kann über die Internetseiten des Ärztlichen Zentrums für Qualität in der Medizin (ÄZQ) kostenlos abgerufen werden.

Ende 2015 war die aktualisierte S3-Leitlinie/Nationale VersorgungsLeitlinie (NVL) Unipolare Depression veröffentlicht worden. Nun steht auch die Kurzfassung der Leitlinie zur Verfügung. Sie bietet einen schnellen Überblick über die Empfehlungen und Algorithmen zu Diagnostik und Therapie unipolarer Depressionen und ergänzt das Angebot an Formaten für Fachkreise und Patienten:

Depressionen gehören zu den wichtigsten Volkskrankheiten. Betroffene können häufig über längere Zeit ihrer Arbeit nicht mehr nachgehen oder werden vollständig erwerbsunfähig. Deshalb ist es wichtig, die Versorgung der Patienten stetig zu verbessern und genau zu beschreiben, was ihnen helfen kann – und welche Medikamente oder Behandlungsformen vermutlich keinen Nutzen haben. Die kombinierte S3-Leitlinie/NVL fasst den aktuellen Wissensstand zu unipolaren Depressionen zusammen. Basierend auf den Erkenntnissen aus Forschung und Versorgung sprechen Experten aus 28 Fachgesellschaften und Organisationen Empfehlungen aus: zur Untersuchung und Behandlung depressiver Patienten sowie zur Koordination aller an der Versorgung beteiligten Berufsgruppen wie z. B. Hausärzte, Psychiater und Psychotherapeuten. Dabei werden auch besondere Situationen erörtert, z. B. Depressionen nach der Entbindung oder in den Wechseljahren, Depressionen bei gleichzeitig vorliegenden anderen Erkrankungen wie beispielsweise Krebs oder der Umgang mit suizidgefährdeten Patienten.

Das Programm für Nationale VersorgungsLeitlinien ist eine gemeinsame Initiative der Bundesärztekammer (BÄK), der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) und der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF) zur Qualitätsförderung in der Medizin. Für NVL gilt eine strenge Methodik gemäß den Prinzipien evidenzbasierter Medizin. Die multidisziplinären Expertengremien arbeiten wissenschaftlich und redaktionell unabhängig.

zuletzt verändert: 18.05.2017 14:51