Ziele von Leitlinien
Leitlinien dienen
- der Sicherung und Verbesserung der gesundheitlichen Versorgung des Einzelnen und der Bevölkerung
- der Berücksichtigung systematisch entwickelter Entscheidungshilfen in der ärztlichen Berufspraxis
- der Motivation zu wissenschaftlich begründeter und ökonomisch angemessener ärztlicher Vorgehensweise unter Berücksichtigung der Bedürfnisse und Einstellungen der Patienten
- der Vermeidung unnötiger und überholter medizinischer Maßnahmen und unnötiger Kosten (siehe auch Unter-/Über-/Fehlversorgung)
- der Verminderung unerwünschter Qualitätsschwankungen im Bereich der ärztlichen Versorgung (insbesondere auch der Vermeidung von Behandlungsfehlern)
- der Information der Öffentlichkeit (Patienten, Kostenträger, Verordnungsgeber, Fachöffentlichkeit usw.) über notwendige und allgemein übliche ärztliche Maßnahmen bei speziellen Gesundheitsrisiken und Gesundheitsstörungen.
Leitlinien sollten präzise den Zielhorizont (absolute/relative Wirksamkeit, Effizienz, Praktikabilität von Versorgungsmaßnahmen) und den Problembereich/Rahmen (Prävalenz des behandelten Versorgungsaspekts, Optimierungspotentiale der Versorgungsqualität und erwarteter Effekt der Leitlinie) benennen, für den sie entwickelt wurden.
Die Benennung von Zielen und Problembereichen sollte die Evaluation des Leitlinien-Einflusses auf die Versorgung und die Nutzung der Leitlinien als Instrument des Qualitätsmanagements unterstützen.
Quelle:
- DELBI Statement 1

