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Qualitätsbegriff

Unter "Qualität" versteht man den "Grad, in dem ein Satz inhärenter Merkmale Anforderungen erfüllt". Die Benennung "Qualität kann zusammen mit Adjektiven wie schlecht, gut oder ausgezeichnet verwendet werden. Inhärent" bedeutet im Gegensatz zu "zugeordnet" "einer Einheit innewohnend", insbesondere als ständiges Merkmal." (DIN EN ISO 9000:2005)

In zahlreichen Literaturstellen wurde oder wird "Qualität" noch anders definiert, z. B. "Qualität ist das Erreichte im Verhältnis zum Machbaren, bezogen auf die Menge des Gewünschten", als "fitness for use", "fitness for purpose", "customer satisfaction" oder "conformance to the requirements" ( DIN EN ISO 8402:1995). Diese Begriffsbestimmungen kommen der aktuellen DIN ISO-Definition recht nahe, indem sie die (tatsächlich vorhandene) Ausprägung der Erfüllung von Anforderungen beschreiben: Sie implizieren gleichzeitig bestimmte Formen, Richtungen oder Grade dieser Ausprägung.

In der Definition von Donabedian "Quality of care is the extent to which actual care is in conformity with preset criteria for good care." wurde bereits vor fast 40 Jahren Qualität als Grad ("extent") der Konformität definiert, die zwischen der tatsächlichen Behandlung ("actual care") und den Anforderungen ("preset criteria for good care") besteht. Man unterscheidet im Gesundheitswesen zwischen Prozess-, Struktur- und Ergebnisqualität:

  • "Strukturqualität" ist ein Aspekt der Qualität der medizinischen Versorgung, der bestimmt wird durch die Rahmenbedingungen im Einzelfall und durch die politischen und ökonomischen Faktoren, unter denen ärztliche Tätigkeit stattfindet (z. B. technische Ausstattung der Praxis, Zugangsmöglichkeiten für Patienten, Fähigkeiten des Praxispersonals, Genauigkeit der Datendokumentation, Ausbildungsstand des Arztes).
  • "Prozessqualität" umfasst die Qualität aller medizinischen Aktivitäten unter Einbeziehung der interpersonellen und interaktionalen Aspekte. Hierzu gehören Art und Weise der Diagnostik und Therapie, z.B. der Medikamentenverordnung, aber auch der Gesprächsführung, der Anamneseerhebung, Rechtzeitigkeit, Angemessenheit usw. Beeinflusst wird der Behandlungsprozess u.a. durch die Persönlichkeit und Einstellung von Arzt und Patient und der Wechselwirkung zwischen beiden, aber auch durch gesellschaftliche und ethische Gesichtspunkte.
  • "Ergebnisqualität (outcome quality)" bezeichnet Veränderungen des Gesundheitszustandes eines Patienten bzw. einer Bevölkerungsgruppe als Ergebnis bestimmbarer therapeutischer oder diagnostischer Maßnahmen bzw. Interventionen in die Versorgungsabläufe.

Quelle:

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Letzte Aktualisierung: 05.05.2010