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Evidenzbasierte Medizin (EbM)

Evidenzbasierte Medizin (EbM) ist der gewissenhafte, ausdrückliche und vernünftige Gebrauch der gegenwärtig besten externen, wissenschaftlichen Evidenz für Entscheidungen in der medizinischen Versorgung individueller Patienten.

Die Praxis der EbM bedeutet die Integration individueller klinischer Expertise mit der bestmöglichen externen Evidenz aus systematischer Forschung (mod. nach [1; 2]).

Die Umsetzung erfolgt in einem mehrstufigen Prozess:

  • Ableitung einer relevanten, beantwortbaren Frage aus dem klinischen Fall
  • Planung und Durchführung einer Recherche der klinischen Literatur
  • Kritische Bewertung der recherchierten Literatur (Evidenz) bezüglich Validität/Brauchbarkeit
  • Anwendung der ausgewählten und bewerteten Evidenz beim individuellen Fall
  • Bewertung der eigenen Leistung.

Quellen:

Literatur:

[1] Sackett DL, Rosenberg WM, Gray M, Brian Haynes R, Scott Richardson W. Evidence based medicine: what it is and what it isn't. BMJ 1996; 312: 71-72.

[2] Sackett DL, Richardson WS, Rosenberg WMC, Haynes RB. Evidence-based Medicine: How to Practice and Teach EBM
2. Aufl. (1. Auflg. Deutsch von Kunz, R: Evidenzbasierte Medizin. EBM-Umsetzung und -Vermittlung. Zuckschwerdt, Germering, 1999) London: Churchill-Livingstone, 2000.

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Letzte Aktualisierung: 14.10.2010