Leitlinienclearing

Leitlinien-Clearingverfahren (Clearinghouses) sind Register oder Berichte, die häufig methodische oder inhaltliche Bewertungen der Leitlinien enthalten.

Man unterscheidet drei unterschiedliche Arten von Leitlinien-Clearingverfahren:

ÄZQ-Leitlinienclearing

Das ÄZQ führte zwischen 1999 und 2005 das Deutsche Leitlinien-Clearingverfahren durch. Träger: BÄK und KBV in Kooperation mit Deutscher Krankenhausgesellschaft, Spitzenverbänden der gesetzlichen Krankenkassen, Rentenversicherung und Private Krankenkassen

IQWiG-Clearing

Das IQWiG entwickelt Leitlinien-Berichte für verschiedene Indikationsgebiete. Evidenzbasierte Leitlinien werden recherchiert, ihre Empfehlungen analysiert und zu "Kernaussagen" zusammengefasst werden.

Das IQWiG erstellen die Berichte in Zusammenarbeit mit externen Sachverständigen.

In diesem Rahmen werden Leitlinien ausgewertet und Leitliniensynopsen erstellt. Aktuelle Leitlinien werden mit Anforderungen bestehender Disease-Management-Programme (DMP) verglichen, um Aktualisierungsbedarf bei DMPs zu identifizieren.

Die Methodik  wird in den Methodenpapieren des IQWiG beschrieben.

International

Die größten Datenbanken für Leitlinien im Gesundheitswesen werden vom internationalen Leitlinien-Netzwerk G-I-N und dem National Guidelines Clearinghouse der USA unterhalten.

Es handelt sich dabei um Register, die qualitätsbewertete Leitlinien und solche ohne Qualitätsdarlegung zur Verfügung stellen.

zuletzt verändert: 30.06.2016 09:58