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Deutschsprachige Leitlinien

 Fachgesellschaften und Berufsverbände

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Allergologie, Allgemeinmedizin, Atemwegserkrankungen, Augenheilkunde, Brusterkrankungen, Dermatologie, Diabetologie,Stoffwechsel, Ernährung, Geburtshilfe und Gynäkologie, Immunologie, Kardiologie, Medizinische Genetik, Neurologie, Nuklearmedizin, Onkologie, Orthopädie, Psychotherapeutische Medizin, Rheumatologie, Schlaganfall, Schmerzen


Allgemeinmedizin


Allergologie /Immunologie


Atemwegserkrankungen


Augenheilkunde

Der Berufsverband der Augenärzte Deutschlands erstellt seit Ende 1997 in enger Kooperation mit der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft (DOG) zusammen mit klinisch-wissenschaftlichen Experten der Fachdisziplin „Praxisorientierte Handlungsleitlinien für Diagnose und Therapie in der Augenheilkunde“. Den Handlungsleitlinien wird der für Praxisbedingungen allgemein anerkannte Qualitätsstandard des Faches zugrunde gelegt.

Die BVA-Handlungsleitlinien orientieren sich an den von der ÄZQ formulierten Qualitätskriterien. Das jeweils unter „notwendig“ aufgeführte Vorgehen gilt als obligat in jedem Erkrankungsfall. Die unter „im Einzelfall erforderlich“ aufgelisteten Untersuchungen und Maßnahmen sind nicht routinemäßig, sondern unter bestimmten Voraussetzungen angebracht und zu erbringen.

Ökonomische Aspekte wie die des Kosten-Nutzen-Verhältnisses bleiben insofern unberücksichtigt, als im Wesentlichen nur etablierte diagnostische und therapeutische Methoden beschrieben werden und anschließend aus Informationsgründen auf weitere Verfahren hingewiesen wird, die sich noch in klinischer Erprobung befinden.

Entstehung und Pflege der Handlungsleitlinien des BVA

  • Die Leitlinien unterliegen der ständigen Beobachtung und Fortschreibung.

  • Sie werden anhand einer Vorlage, die von einem ausgewiesenen Experten für das spezielle Thema stammt, in Arbeitskreissitzungen entwickelt, an denen sich jeweils mindestens ein themenkompetenter klinischer und niedergelassener Augenarzt sowie zwei permanente Mitglieder als Koordinatoren beteiligen.

  • Ein erster Vorentwurf wird zahlreichen Klinikern und 50 ausgesuchten Praxisinhabern zur strukturierten Beurteilung zugeschickt.

  • Das Ergebnis dieser Umfrage fließt in die erneut vom Arbeitskreis vorgenommene Endredaktion der Leitlinie ein.

Nach Auffassung des BVA bilden die Handlungsleitlinien eine Grundlage für die Qualitätssicherung praktischer augenärztlicher Tätigkeit.

Die uneingeschränkte Umsetzung der Leitlinien in der vertragsärztlichen Versorgung in Deutschland wird derzeit von der mit der Budgetierung verbundenen Rationierung ärztlicher Leistungen erheblich gefährdet.

Die letzte Durchsicht und Aktualisierung zahlreicher Leitlinien wurde im Juli/August 2001 vorgenommen. 

Finanzielle Unterstützung

Die Erstellung der Erstpublikation erfolgte mit finanzieller Unterstützung der Industrie jedoch ohne Einflussnahme der Industrie auf den Inhalt. Die Kosten für die Pflege und Aktualisierung der Leitlinien trägt ausschließlich der BVA. 

Korrespondenzadresse

Berufsverband der Augenärzte Deutschlands, Tersteegenstr. 12, 40474 Düsseldorf

Internet: http://www.augeninfo.de/; Leitlinien siehe unter: http://www.augeninfo.de/leit


Brusterkrankungen

Deutsche Gesellschaft für Senologie

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Dermatologie

Deutsche Dermatologische Gesellschaft, s. auch AWMF online


Diabetologie, Stoffwechsel und Ernährung

Kooperationen verschiedener Fachgesellschaften

Die Deutsche Liga zur Bekämpfung des hohen Blutdruckes, die Deutsche Diabetes Gesellschaft und die Gesellschaft für Nephrologie haben am 12. November 1999 eine gemeinsame "Leitlinie zur Behandlung der arteriellen Hypertonie bei Diabetes mellitus" publiziert:

Schäfers RF, Lütkes, P, Ritz E, Philipp T. Leitlinie zur Behandlung der arteriellen Hypertonie bei Diabetes mellitus. Konsensus-Empfehlungen der Deutschen Liga zur Bekämpfung des hohen Blutdruckes, der Deutschen Diabetes Gesellschaft und der Gesellschaft für Nephrologie. Dtsch Med Wochenschr 1999;124:1356-1372.


Geburtshilfe und Gynäkologie

Im Jahr 1998 erfolgte unter dem damaligen Präsidenten der DGGG, Prof. Berg, erstmals eine Gesamtpublikation der bisher erstellten Leitlinien und Empfehlungen in einer Loseblatt-Sammlung. Neue Leitlinien wurden im FRAUENARZT publiziert zur Ergänzung dieses Ordners. Eine systematische Überprüfung aller Leitlinien wurde von der DGGG unter Leitung von Prof. Berg erstmals in den Jahren 2003/2004 durchgeführt. 2004 wurde eine neue Leitlinienkommission gegründet (Leitung: Prof. R. Kreienberg) mit einer eigenen Redaktion und einer eigenen Geschäftsordnung. Sie überprüft und aktualisiert alle Leitlinien ihres Fachgebiets in zweijährigem Rhythmus. Angestrebt ist, bis 2008 den überwiegenden Teil der Leitlinien auf S2-Niveau zu heben.

Wegen des immer größeren Umfangs der Texte werden die Leitlinien mit Ausnahme der Texte der AG Medizinrecht nicht mehr im FRAUENARZT publiziert, sondern derzeit (Stand: Juni 2006) ausschließlich online auf der Homepage der DGGG und bei der AWMF.

Veröffentlichung/Implementierung

Die Publikation der DGGG-Leitlinien erfolgt unter folgenden Voraussetzungen:

  • das Urheberrecht liegt bei der DGGG
  • Leitlinien der AG Medizinrecht werden als Printversion im "Frauenarzt" publiziert
  • Leitlinien werden zeitgleich im Internet angeboten (s. AWMF und DGGG)
  • Ausgabe der Leitliniensammlung per CD-ROM an alle Frauenärzte in Klinik und Praxis in zweijährlichem Abstand (2004/2006/2008)

Finanzielle Unterstützung

Die Erstellung der Publikation erfolgte ohne finanzielle Unterstützung durch die Industrie.

Korrespondenzadresse

Susanna Kramarz
Leitlinien-Redaktion
Bayernallee 18
14052 Berlin
Tel: 030 / 308 123 11
Fax: 030 / 300 99 671
Emmail: redaktiondggg.de


Kardiologie

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Medizinische Genetik


Neurologie


Nuklearmedizin


 Onkologie

Die Deutsche Krebsgesellschaft erstellt "Standards und Leitlinien" als Orientierungshilfen für die Diagnose und Therapie maligner Tumoren. Die Leitlinienarbeit der DKG wird durch das "Informationszentrum für Standards in der Onkologie (ISTO)" organisiert.

Zur Entwicklung und Aktualisierung der Leitlinien erstellt ISTO gemeinsam mit der Kommission "Qualitätssicherung in der Onkologie" sogenannte "Anleitungen zur Erstellung interdisziplinärer Leitlinien". Weitere Informationen erteilt ISTO.

Die von der DKG herausgegebenen diagnostischen und therapeutischen Leitlinien sind das Ergebnis interdisziplinärer Arbeitsgruppen. Die unter der Federführung einer Arbeitsgemeinschaft der DKG erarbeiteten Manuskripte werden fachlich abgestimmt mit

  • den Arbeitsgemeinschaften der DKG
  • mit den an Diagnose und Therapie beteiligten wissenschaftlichen medizinischen Fachgesellschaften
  • mit der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Tumorzentren (ADT)
  • mit dem wissenschaftlichen Beirat der Deutschen Krebshilfe

Das abzustimmende Manuskript wird seitens der Krankenkassen dem VdaK und dem Medizinischen Dienst der Krankenkassen (MDK) zur Kenntnis zugesandt.

Die erstellten Leitlinien werden regelmäßig unter Berücksichtigung der Grundsätzen der Evidenzbasierten Medizin aktualisiert.

Zur Zeit werden mit finanzieller Förderung der Deutschen Krebshilfe evidenzbasierte Leitlinien der Stufe 3 zum Rektum- und Kolonkarzinom erarbeitet. Außerdem steht die EBM Leitlinie zum Mammakarzinom kurz vor der Fertigstellung.

Veröffentlichung / Implementierung

Die kurzgefaßten Leitlinien werden als Print- und Online-Version verbreitet.

Die Printversionen werden im "FORUM-DKG" und – nach Möglichkeit – zusätzlich in Fachzeitschriften publiziert, wie z.B.

  • Mitteilungen der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie
  • Onkologie
  • Der Onkologe
  • InFo Onkologie
  • Der Urologe "A".

Die Online-Versionen werden verbreitet über

Patientenbroschüren der DKG:  http://info.krebsgesellschaft.de/wub_broschueren,984.html

Korrespondenzadresse

Deutsche Krebsgesellschaft
Hanuaer Landstraße 194, 60314 Frankfurt a. Main
Tel. 069 / 63 00 96 0, Email: isto@krebsgesellschaft.de

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Orthopädie

Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie, s. auch AWMF online


Psychotherapeutische Medizin


Rheumatologie

Gesellschaft medizinischer Assistenzberufe für Rheumatologie / Arbeitskreis Qualitätssicherung:
Leitlinien für Physiotherapie (Krankengymnastik, Physikalische Therapie) und Ergotherapie in der Rheumatologie 2000 pdf.gif | 960 KB


Schlaganfall

Die Leitlinie ist in Zusammenarbeit mit dem Sächsischen Berufsverband der Fachärzte für Allgemeinmedizin, der Sächsischen Gesellschaft für Neurologie, der Sächsischen Gesellschaft für Innere Medizin und der Sächsischen Gesellschaft für Schlaganfall entwickelt worden. Sie basiert auf den Empfehlungen für die akute Schlaganfallbehandlung der European Stroke Initiative (EUSI), des European Stroke Council (ESC), der European Neurological Society (ENS) und der European Federation of Neurological Societies (EFNS).

Klassifikationgrundlage der für die Leitlinienerstellung relevanten Literatur ist die Evidenzklasseneinteilung u.a. der AHCPR.

Alle zusammenfassenden Aussagen der dreitteiligen Leitlinie sind den Empfehlungsklassen zugeordnet ebenso wie die Evidenzgrade im Literatuverzeichnis angegeben wurden.

Teil 1 der Leitlinie befasst sich mit Prävention, Definition/Klassifikation, Epidemiologie und der Primär-/Sekundärprävention des Schlaganfalls. Im 2. Teil werden Früherkennung, Organisation der Schlaganfallbehandlung, Diagnostik/Management in der Notaufnahme, Technische Notfall-Diagnostik, Labor und die akute Schlaganfallbehandlung abgehandelt. Der 3. und letzte Teil der Leitlinie umfasst ausschließlich Fragen der Rehabilitation und Nachbehandlung von Schlaganfall.

Hinweise, Ergänzungen sowie Änderungsvorschläge zur derzeitigen Fassung können Sie per mail an Frau Dr. Rothe übermitteln: rothe@imib.med.tu-dresden.de.


Schmerzen


Aktuelle Meldungen

 
Letzte Aktualisierung dieser Seite: 25.07.2006

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