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Leitlinien-Clearingverfahren Schmerztherapie bei Tumorpatienten

 Übersicht und Zusammenfassung

Zusammenfassung und Empfehlungen für eine nationale Leitlinie Schmerztherapie bei Tumorpatienten für Deutschland
German Guideline Clearing Project "Cancer Pain"

Expertenkreis Schmerztherapie bei Tumorpatienten des Deutschen Leitlinien-Clearingverfahrens 

2001


Klicken Sie auf das Buchsymbol, um zum vollständigen Leitlinen-Clearing-Bericht (Volltext) zu gelangen.

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Leitlinien-Clearingbericht


Hier finden Sie Auszüge des Leitlinien-Clearing-Berichtes "Schmerztherapie bei Tumorpatienten":

A. Zusammenfassung (Abstract)

B. Ausführliche Zusammenfassung (Executive Summary)/Empfehlungen für eine nationale Leitlinie Schmerztherapie bei Tumorpatienten

1. Zielgruppe und Epidemiologie
2. Ursachen / Klassifikation
3. Indikation
4. Therapieziel
5. Diagnostik und Schmerzevaluation
6. Grundsätze der Behandlungsstrategie
7. Therapie
8. Ethische Aspekte
9. Strukturelle Aspekte
10. Implementierung
Bewertete Leitlinien, nicht bewertete Leitlinien und Literaturpdf.gif
Mitglieder des Expertenkreises, vollständiger Leiitlinien-Clearing-Bericht "Schmerztherapie bei Tumorpatienten" (Volltext), Kontaktadresse

Die gedruckte Fassung ist als Band 6 in der "Schriftenreihe der Ärztlichen Zentralstelle Qualitätssicherung" erschienen und im Buchhandel mit der ISBN 3-88603-761-4 erhältlich oder über den Zuckschwerdt Verlag zu bestellen.

Weitere Materialien: Maßnahmenkatalog 


Zusammenfassung

Hintergrund: Zur Qualitätsförderung der Gesundheitsversorgung von Menschen mit Tumorschmerzen verabredeten die Spitzenverbände der Selbstverwaltungskörperschaften im Gesundheitswesen 1999 die Durchführung eines Leitlinien-Clearingverfahrens zu nationalen, deutsch- und englischsprachigen Tumorschmerzleitlinien.

Zielsetzung: Recherche, formale und inhaltliche Bewertung deutsch- und englischsprachiger Tumorschmerzleitlinien nach den Methoden der evidenzbasierten Medizin. Qualitätsdarlegung für Leitlinien, die den internationalen Qualitätsstandards entsprechen. Formulierung von Empfehlungen für eine nationale, evidenzbasierte Tumorschmerzleitlinie.

Methode:
Leitlinien-Recherche, formale Bewertung: Datenbankrecherche in Medline, Healthstar, Embase, Leitlinien-In-Fo für den Zeitraum 1990 bis 1999.
Sichten des Ergebnisses (347 Zitate) bzw. der den Einschlusskriterien entsprechenden Abstracts (n = 104). Von diesen Treffern entsprachen 21 rein formal den Bewertungskriterien für Leitlinien.

Inhaltliche Bewertung: Inhaltliche Bewertung von 13 Leitlinien mit folgenden Einschlusskriterien: Tumorschmerztherapie -allgemein, deutsche und englische Leitlinien von überregionaler Bedeutung, aktuellste verwendete Originalliteratur nach 1990, aktuellste Version bei mehreren Leitlinien eines Herausgebers. Bewertung durch eine Fokusgruppe von ärztlichen Leitlinienanwendern aus ambulanter und stationärer  Versorgung sowie Methodikern ("Expertenkreis Tumorschmerztherapie der Ärztlichen Zentralstelle Qualitätssicherung").

Berichtsverfahren: Schriftliche Darlegung von formaler / inhaltlicher Bewertung mittels strukturierter Abstracts, Formulierung von Eckpunkten einer nationalen Musterleitlinie Tumorschmerztherapie und Darlegung beispielhafter Textbausteine auf der Grundlage der Recherche- und Bewertungsergebnisse.

Ergebnisse:
Formale Bewertung: 13 von 21 bewerteten Leitlinien entsprachen den o.g. Einschlusskriterien und wurden formal mit der Checkliste des Leitlinien-Clearingverfahrens bewertet. Deutliche Qualitätsschwankungen fanden sich insbesondere bezüglich der Faktoren: "Transparenz des Entwicklungsprozesses", "Unabhängigkeit der Entwicklung", Verknüpfung von Empfehlung und Evidenz", "Praktikabilität" und "Empfehlungen zur Implementierung".

Künftigen deutschen Tumorschmerz-Leitlinienprogrammen wird die Berücksichtigung folgender Kriterien empfohlen: (1) Formulierung der Empfehlungen mittels standardisierter, transparenter Konsensusprozesse auf der Grundlage systematisch recherchierter und bewerteter Evidenz, (2) Verknüpfung von Evidenz und Empfehlungen, (3) Erarbeitung unterschiedlicher anwender- und verbraucherorientierter Versionen, (4) Erarbeitung leitliniengestützter Trainingsmaterialien für Anwender, (5) kurzfristige Aktualisierung.

Inhaltliche Bewertung: Keine der bewerteten Leitlinien entspricht vollständig folgenden inhaltlichen Eckpunkten, die die Fokusgruppe für eine überregionale deutsche Tumorschmerz-Leitlinie empfehlen: (1) Zielgruppe und Epidemiologie, (2) Schmerzursachen, (3) Indikation, (4) Therapieziele, (5) Diagnostik und Schmerzevaluation, (6) Grundsätze der Behandlungsstrategie, (7) Therapie, (8) Ethische Aspekte, (9) Strukturelle Aspekte, (10) Implementierung 

Die Grundlage sämtlicher Empfehlungen (Belege, Konsens, Erfahrung) sollte stets explizit benannt werden (evidenzbasiert). Ökonomische Implikationen sind als Kriterium bei alternativen Handlungsoptionen explizit zu berücksichtigen. Die Formulierung der Leitlinie sollte den Handlungskontext der angesprochenen Nutzer (z.B. ambulant tätige Ärzte) berücksichtigen.

Anhand beispielhafter Textbausteine aus den bewerteten Leitlinien wird dargelegt, dass die Erarbeitung einer nationalen Tumorschmerzleitlinie, die den formalen und inhaltlichen Qualitätskriterien des Clearingverfahrens entspricht, kurzfristig und mit überschaubarem Aufwand möglich ist.


Weitere Materialien

Maßnahmenkatalog zur Realisierung der Empfehlungen des Leitlinien-Clearing-Berichtes "Schmerztherapie bei Tumorpatienten"pdf.gif

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Letzte Aktualisierung dieser Seite: 15.03.2006

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