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Leitlinien-Clearingverfahren Hypertonie

 Übersicht und Zusammenfassung

Zusammenfassung und Empfehlungen für eine nationale Leitlinie Hypertonie für Deutschland
German Guideline Clearing Project "Hypertension"

Expertenkreis Hypertonie des Deutschen Leitlinien-Clearingverfahrens

2000


Klicken Sie auf das Buchsymbol, um zum vollständigen Leitlinen-Clearing-Bericht (Volltext) zu gelangen.

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Leitlinien-Clearingbericht


Hier finden Sie Auszüge des Leitlinien-Clearing-Berichtes "Hypertonie":

Teil A. Zusammenfassung (Abstract)

Teil B. Ausführliche Zusammenfassung (Executive Summary)/Empfehlungen für eine nationale Leitlinie Hypertonie

1. Einführung (Versorgungsprobleme - Ziele - Adressaten - Definition - Epidemiologie)
2. Blutdruckmessung
3. Anamnese und körperliche Untersuchung
4. Case-finding und Screening
5. Schnittstellen in der Patientenversonrgung
6. Risikoeinschätzung
7. Weiterführende Diagnostik
8. Therapieindikationen und Therapieziele
9. Nicht medikamentöse Therapie
10. Pharmakotherapie
11. Versorgung im Langzeitverlauf: Follow-up / Schulung / Motivation / Compliance
12. Besondere Patientengruppen und Begleiterkrankungen
13. Primärprävention
14. Qualitätssicherung/ -management
15. Disseminierung/Implementierung
16. Forschungsbedarf
17. Schlußfolgerungen für die Praxis
Bewertete Leitlinien, nicht bewertete Leitlinien und Literaturpdf.gif
Mitglieder des Expertenkreises, vollständiger Leitlinien-Clearing-Bericht "Hypertonie" (Volltext), Kontaktadresse

Die gedruckte Fassung ist als Band 5 in der "Schriftenreihe der Ärztlichen Zentralstelle Qualitätssicherung" erschienen und im Buchhandel mit der ISBN 3-88603-729-0 erhältlich oder über den Zuckschwerdt Verlag zu bestellen.

Weitere Materialien: Maßnahmenkatalog u.a. 

Fortbildung: Hier geht es zu leitlinien-wissen.de Hypertonie: Leitlinien- und evidenzbasierte Online-CME, die Spaß macht und Punkte bringt. leitlinien-wissen.de ist ein gemeinsames Projekt von Bundesärztekammer (BÄK), Kassenärtzlicher Bundesvereinigung (KBV), ÄZQ und dem Medizinischen Wissensnetzwerk evidence.de der Universität Witten/Herdecke.


Zusammenfassung

Hintergrund: Zur Qualitätsförderung der Gesundheitsversorgung von Menschen mit hohem Blutdruck oder Hypertonierisiko verabredeten Bundesärztekammer, Kassenärztliche Bundesvereinigung, Deutsche Krankenhausgesellschaft, Spitzenverbände der Gesetzlichen Krankenversicherung 1999 die Durchführung eines Leitlinien-Clearingverfahrens zu nationalen, deutsch- und englischsprachigen Hypertonieleitlinien.

Zielsetzung: Recherche, formale und inhaltliche Bewertung deutsch- und englischsprachiger Hypertonieleitlinien nach den Methoden der evidenzbasierten Medizin. Qualitätsdarlegung für Leitlinien, die den internationalen Qualitätsstandards entsprechen. Formulierung von Empfehlungen für eine nationale evidenzbasierte Hypertonieleitlinie.

Methode:
Leitlinien-Recherche, formale Bewertung:
Datenbankrecherche in Medline, Healthstar, Embase, Leitlinien-In-Fo für den Zeitraum 1 / 1990 bis 9 / 1999.
Sichten des Ergebnisses (548 Zitate) bzw. der den Einschlußkriterien entsprechenden Abstracts (n = 132). Formale Bewertung von 34 Leitlinien mit der Leitliniencheckliste des Clearingverfahrens.

Inhaltliche Bewertung: Inhaltliche Bewertung von 11 Leitlinien mit folgenden Einschlußkriterien : Hypertonie-allgemein, deutsch und englische Leitlinie von überregionaler Bedeutung, aktuellste verwendete Originalliteratur nach 1994, aktuellste Version bei mehreren Leitlinien eines Herausgebers. Bewertung durch Fokusgruppe von ärztlichen Leitlinienanwendern aus ambulanter und stationärer Versorgung sowie Methodikern ("Expertenkreis Hypertonie des ÄZQ").

Berichtsverfahren: Schriftliche Darlegung von formaler / inhaltlicher Bewertung mittels strukturierter Abstracts, Formulierung von Eckpunkten einer nationalen Musterleitlinie Hypertonie und Darlegung beispielhafter Textbausteine auf der Grundlage der Recherche- und Bewertungsergebnisse.

Ergebnisse:
Formale Bewertung: 11 von 132 bewerteten Leitlinien entsprachen den formalen Bewertungsstandards der Checkliste des Leitlinien-Clearingverfahrens. Deutliche Qualitätsschwankungen fanden sich insbesondere bezüglich der Faktoren: "Transparenz des Entwicklungsprozesses", "Unabhängigkeit der Entwicklung", "Verknüpfung von Empfehlung und Evidenz", "Praktikabilität", "Empfehlungen zur Implementierung".

Künftigen deutschen Hypertonieleitlinienprogrammen wird die Berücksichtigung folgender Kriterien empfohlen: (1) Formulierung der Empfehlungen mittels standardisierter, transparenter Konsensusprozesse auf der Grundlage systematischer recherchierter und bewerteter Evidenz, (2) Verknüpfung von Evidenz und Empfehlungen, (3) Erarbeitung unterschiedlicher anwender- und verbraucherorientierter Versionen, (4) Erarbeitung leitliniengestützer Trainingsmaterialien für Anwender, (5) kurzfristige Aktualisierung.

Inhaltliche Bewertung: Keine der bewerteten Leitlinien entspricht vollständig folgenden inhaltlichen Eckpunkten, die die Experten für eine überregionale deutsche Hypertonieleitlinie empfehlen: (1) Definition/Epidemiologie/Versorgungsprobleme, (2) Technik der Blutdruckmessung, (3) Anamnese und körperliche Untersuchung, (4) Case-finding/Screening, (5) Schnittstellen in der Patientenversorgung, (6) Risikoeinschätzung, (7) Weiterführende Diagnositk, (8) Therapieindikationen/-ziele, (9) Nicht medikamentöse Therapie, (10) Pharmakotherapie, (11) Follow-up/Schulung/Motivation/Compliance, (12) Besonderheiten/Komorbidität/spezielle Populationen, (13) Prävention, (14) Qualitätssicherung/ -management, (15) Disseminierung/Implementierung, (16) Offene Fragen/Forschungsauftrag für die Zukunft.

Nach Vorstellung der Experten sollten die handlungsrelevanten Empfehlungen einer solchen Leitlinie künftig nicht nur an der Höhe des Blutdrucks, sondern an dem aus mehreren Risikofaktoren bestimmten individuellen Gesamtrisiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen (Hypertoniefolgeerkrankungen) orientiert sein (im Folgenden "kardiovaskuläres Gesamtrisiko" gennant).

Die Grundlage sämtlicher Empfehlungen (Belege, Konsens, Erfahrung) sollte stets explizit benannt werden (evidenzbasiert). Ökonomische Implikationen sind als Kriterium bei alternativen Handlungsoptionen explizit zu berücksichtigen. Die Formulierung der Leitlinie sollte den Handlungskontext der angesprochenen Nutzer (z.B. ambulant tätige Ärzte) berücksichtigen.

Anhand beispielhafter Textbausteine aus den bewerteten Leitlinien wird dargelegt, dass die Erarbeitung einer nationalen Hypertonieleitlinie, die den formalen und inhaltlichen Qualitätskriterien des Clearingverfahrens entspricht, kurzfristig und mit überschaubarem Aufwand möglich ist.


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Letzte Aktualisierung dieser Seite: 15.03.2006

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